Zemi und ihre Freundin Mira wurden von ihren Besitzern im Tierheim abgegeben, mit der Begründung, dass Reisen mit drei Hunden sei ihnen zu stressig. Wir bezweifeln allerdings, dass die Hunde mit auf Reise sollten, vermutlich hatten sie niemanden, der die Tiere versorgen wollte.
Für Zemi war die Abgabe im Tierheim extrem traumatisierend. Sie war so in Angst und Panik, dass sie sich die ersten Tage gar nicht anfassen ließ. Als Ancsa sie nach ein paar Tagen nehmen konnte, stellte sie fest, dass Zemi nur ein Auge hat. Sie fragte nach und laut Aussage der Besitzer sei es angboren.
Zemi ist eine ängstlich und zurückhaltende Hündin die sich mit der Situation im Tierheim sehr schwer tut. Sie scheint eine liebevolle Nähe zu Menschen nicht wirklich zu kennen und weicht Berührungen momentan noch aus. Im Kontakt mit anderen Hunden ist sie die Schwächere, die meist dominiert wird und Konflikte meidet.
Ancsa hat sich sehr mit ihr beschäftigt und ihr gegenüber ist Zemi auch schon deutlich zutraulicher geworden.
Wir wünschen uns für Zemi einfühlsame Menschen, die ihr die Zeit geben, anzukommen und Vertrauen zu fassen. Das Zuhause sollte eher stressarm sein und in ruhiger Wohngegend liegen, sehr schön wäre ein Garten. Kinder sollten nicht im neuen Zuhause sein.
Wir wissen nicht, was Zemi in ihrem bisherigen Leben kennengelernt hat. Bestimmt wird in der ersten Zeit alles neu und vieles unheimlich für sie sein. Sie muss behutsam und wohldosiert mit neuen Dingen vertraut gemacht werden, um sie nicht mit Reizen zu überfordern.