Bei unserem Ungarnbesuch im April 26 konnten wir auch die Pflegestelle in Gyula besuchen und Buzz sowie seine Geschwister kennenlernen. Die kleine Gruppe zeigte sich im Zwinger ausgesprochen lebhaft und menschenbezogen. Alle drängten sich freudig wedelnd ans Gitter, jeder wollte Aufmerksamkeit und ein paar Streicheleinheiten ergattern.
Buzz präsentierte sich im Zwinger freundlich, neugierig und offen. Er ließ sich von uns problemlos berühren und nahm Leckerchen gerne an. In der vertrauten Umgebung wirkte er sicher und zeigte ein typisches, fröhliches Welpenverhalten.
Als wir Buzz jedoch aus dem Zwinger nehmen wollten, um Fotos zu machen, wurde deutlich, wie wenig er bisher außerhalb seines gewohnten Umfelds erlebt hat. Er reagierte sehr unsicher und winselte, so dass wir entscbieden, das Check up im Zwinge zu machen. Als wir ihn wieder freigaben, fand er sofort wieder ins Spiel und tat so, als sei nichts gewesen. Er schnappte sich die zuvor gruselige Leine und sprang fröhlich mit seiner Beute durch den Zwinger
Buzz braucht in seinem zukünftigen Zuhause Menschen, die ihn behutsam an neue Situationen heranführen. Ein ruhiges Umfeld wäre ideal, damit er nicht von Reizen überflutet wird. Ein souveräner, freundlicher Ersthund könnte ihm helfen, sich zu orientieren und Sicherheit zu gewinnen.
Wir wünschen uns für Buzz geduldige, einfühlsame Menschen, die ihm die Zeit geben, die er braucht, um Vertrauen aufzubauen. Gerade in der Anfangszeit wird vieles neu und möglicherweise beängstigend für ihn sein. Dann ist es wichtig, dass er Menschen an seiner Seite hat, die Ruhe ausstrahlen, ihm Sicherheit vermitteln und ihn souverän durch unbekannte Situationen begleiten.
Ein eigener Garten wäre ein großer Vorteil: Dort könnte Buzz in geschützter Umgebung erste Umweltreize kennenlernen und hätte gleichzeitig einen sicheren Ort, um sich in der Anfangszeit zu lösen, wenn Spaziergänge draußen noch zu aufregend sind.
Buzz kam im eisigen Winter 25 zur Welt. Seine Mutter, vermutlich selbst ausgesetzt, brachte ihre Welpen weit entfernt von einer Ortschaft unter einem Gebüsch zur Welt. Anfang Januar, bei zweistelligen Minusgraden, wurde die Mamahündin von einem Autofahrer neben der Straße beobachtet. Zum Glück handelte er und informierte Ancsa.
Als sie gefunden wurden lagen Buzz und seine Geschwister eng aneinander gekuschelt und wimmerten vor Kälte. Die Mutter musste Futter suchen und hatte die Kleinen zurücklassen. Beim Auffinden der etwa vier Wochen alten Welpen war ein Welpe bereits erfroren. Zum Glück kehrte die Mutter nach einiger Zeit zurück, sodass die gesamte kleine Familie von Ancsa gesichert werden konnte. Sie wurden auf einer Pflegestelle untergebracht, wo sie nun liebevoll betreut werden.
Buzz hat sich in den letzten Wochen sehr gut entwickelt und ist zu einem neugierigen, verspielten Hundebub geworden. Ausgelassen tollt er mit seinem Geschwistern im Zwinger umher und balgt um Spielzeug.
Buzz wird liebevoll umsorgt, bekommt Zuwendung und Streicheleinheiten. Er lebt aber in einem Zwinger und kann nicht all die Dinge kennenlernen und erleben, die man sich für einen Welpen wünschen würde.
Im neuen Zuhause wird anfangs alles neu, vieles auch unheimlich oder ängstigend sein. Das Leben in einem Haus, die ganzen Geräusche und fremden Gerüche.
Buzz kennt bisher nur wenige Menschen und kaum Umweltreize. Daher suchen wir hundeerfahrene, einfühlsame Menschen, die ihn sicher durchs Abenteuer Leben begleiten. Verlässlichkeit und liebevolle Führung sind für Buzz wichtig, damit er lernt, dass er sich auf seine Menschen verlassen und orientieren kann.
Buzz kennt bisher nur seine Geschwister und seine Mutter. Dennoch stellt es in der Regel kein Problem dar, einen Welpen oder Junghundan andere Hunde, verständnisvolle Kinder und Katzen zu gewöhnen.











