Janosh hat seine Menschen gefunden.
Update 21.06.26 Janosh ist ein echter Sonnenschein, der sich auf seiner Pflegestelle wunderbar entwickelt. Er gehört eher zu den ruhigeren Vertretern und beobachtet die Welt am liebsten erst einmal aus einer sicheren Position. Wenn er auftaut und Vertrauen gefasst hat, zeigt er sein absolut liebenswertes Wesen. Janosh ist unheimlich verkuschelt, genießt jede Streicheleinheit in vollen Zügen und sucht die Nähe „seiner“ Menschen.
Diese Nähe gibt ihm die nötige Sicherheit, bei der er so richtig schön entspannen und locker werden kann. Ein gemütliches Körbchen ist toll – aber gegen ein Plätzchen im Bett hätte dieser Genießer nach einer Kennenlernphase sicher auch nichts einzuwenden
Das Zusammenleben mit Katzem klappt gut. Zu Beginn wollte er zwar schon mal hinterher sausen, dies aber nicht in böser, sondern spielerischer Absicht.
Janoshs Verhalten gegenüber anderen Hunden ist gut. Mit der vorhandenen Besucherhündin und dem anderen Pflegehund flitzt er mittlerweile auch mal wild und ausgelassen durch den Garten. Auch mit vielen der Besucherhunden spielt er hin und wieder, wenn diese nicht zu distanzlos auftreten. Große oder zu wilde Hunde verunsichern Janosh manchmal, da grenzt er sich klar und deutlich ab und wird auch schon mal etwas ruppiger.
Janosh mag seine Liegeplätze im Haus und Garten und beobachtet von dort gerne das Geschehen. Nachts schläft er ruhig auf seinem Platz und ist mittlerweile, bis auf kleine Ausrutscher, stubenrein.
Beim letzten Gewitter lag er zuletzt ganz ruhig neben Pflegefrauchen.
Manchmal versucht Janosh noch, Situationen eigenständig zu klären. Hier sollte man ihn sanft, aber bestimmt bremsen und ihm die Führung abnehmen. Besucher werden meist neugierig begutachtet. Mit Kindern, die ihm mit Respekt und Ruhe begegnen, hat er bisher keine Probleme. Das Autofahren klappt von Anfang an problemlos und Janosh zeigt sich als angenehmer, ruhiger Beifahrer.
Janosh bringt eine Portion Unsicherheit mit, lernt aber unheimlich schnell und zeigt sich auf seiner Pflegestelle schon von seiner besten Seite.
Das Leinentraining zeigt schon tolle Erfolge und inzwischen läuft Joschi richtig gut mit. Er schnüffelt leidenschaftlich gerne und auch das Laufen an der Straße mit Autoverkehr macht ihm überhaupt nichts mehr aus.
Auch das Alleinebleiben klappt schon prima, er kann bereits problemlos für 1–2 Stunden alleine zu Hause entspannen.
Bei Futter oder wenn er eng bei seinem Menschen sitzt, neigt er dazu, diese Ressourcen verteidigen zu wollen. Auf der Pflegestelle hat sich das durch klare Regeln und gemeinsames Training (z.B. strukturierte Fütterungen) schon deutlich gebessert, sollte im neuen Zuhause aber konsequent weitergeführt werden.
Wenn Janosh etwas unheimlich ist oder Besuch kommt, schlägt er ab und zu noch Alarm, lässt sich aber ansprechen.
Fazit der Pflegestelle: Joschi ist ein absoluter liebenswerter Hund! Er braucht Menschen mit ein bisschen Hundeerfahrung, die ihm mit liebevoller Konsequenz zeigen, dass sie die Welt im Griff haben. Wer ihm diese Sicherheit schenkt, bekommt einen treuen, verschmusten und ganz besonderen Begleiter fürs Leben.“
Wir wünschen uns für Janosh ein Zuhause, in dem es nicht extrem ruhig, aber auch nicht zu trubelig sein sollte, gerne mit einem nicht zu großen, souveränen Ersthund.
Seine Menschen sollten etwas Hundeerfahrung mitbringen, die ihm eine klare Struktur bieten und das Ressourcentraining konsequent weiterführen.
Ein eingezäunter Garten zum Toben wäre ein Traum.
Gerne kann Janosh nach Absprache auf seiner Pflegesgelle besucht werden.
Janosh hatte das große Glück und durfte am 4.6.26 auf eine sehr erfahrene Pflegestelle nach Lünen reisen. Bei der Ankunft war Janosh sehr beindruckt von der Reise und den ganzen neuen Eindrücken. Er schien geradezu erleichtert, als er mit den anderen Hunden Bekanntschaft schließen durfte. Janosh zeigt sich sicher in Sozialkontakten, egal ob intakter Rüde oder Hündin. Auch die Katze der Familie akzepziert er. Wir werden in Kürze von seiner Entwicklung berichten.
Janosh orientiert sich im Alltag stark an seinen Artgenossen. Er ist bei Futtersuchspielen dabei und wenn Pflegefrauchen Leckerchen verteilt, reiht er sich ein und wartet, bis er an der Reihe ist. Janosh kommt schon gut zur Ruhe und genießt die gemütlichen Liegeplätzeim Haus und Garten. Besucher werden aus sicherer Entfernung beobachtet
Janosh und seine Hundefreundin Bea wurden vom Hundefänger am Rand einer Siedlung eingefangen. Die beiden waren dort regelmäßig unterwegs, liefen häufig auf der Straße rum und jagten aus Langeweile Radfahrern hinterher. Anwohner beschwerten sich, und so wurden sie schließlich gesichert. Die Besitzer meldeten sich zwar in der Tötungsstation, konnten oder wollten jedoch die anfallende Gebühr nicht bezahlen. So musste Janosh wochenlang in einem winzigen Zwinger ausharren – bis Ancsa ihn schließlich übernahm.
Im Tierheim zeigte sich Janosh anfangs sehr unsicher. Sobald sich jemand näherte, zog er sich sofort in seine Hütte zurück und beobachtete alles aus sicherer Distanz. Wie gut, dass Bea an seiner Seite war, ein Stück Vertrautheit. Mit der Zeit hat Janosh sich an die Abläufe gewöhnt und zu seiner Bezugsperson Vertrauen aufgebaut. Heute freut er sich sichtbar, wenn er sie sieht und genießt Liebkosungen.
Bei unserem Besuch im April durften wir Janosh persönlich kennenlernen. Fremden gegenüber blieb er schüchtern und zurückhaltend, suchte lieber den Kontakt zu den vertfauten Personen. Leckerchen nahm er sehr vorsichtig von uns an, Berührungen wich er aber aus. Sein Verhalten lässt vermuten, dass er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat – Bedrohung, Verjagen oder das Einfangen durch den Hundefänger haben ihn vermutlich stark traumatisiert. Trotz seiner Angst zeigte Janosh keinerlei Aggression gegenüber uns Fremden. Selbst beim tierärztlichen Check-up verhielt er sich ruhig und kooperativ.
Janosh braucht Menschen, die ihm Zeit geben, sich zu öffnen, und die ihm mit Geduld, Ruhe und klarer Führung Sicherheit vermitteln. In einem stabilen Umfeld und mit einfühlsamer Begleitung wird Janosh Vertrauen fassen und sich weiterentwickeln.
Das neue Zuhause sollte nicht zu aktiv sein und in einer eher ruhige Umgebung liegen. Ein sicher eingezäunter Garten in dem Janosh sich in der ersten Zeit auch lösen darf, wird ihm die Eingewöhnung sicher erleichterm

















