Anka wurde in einem Winter geboren, der selbst für erwachsene Tiere kaum auszuhalten war. Ihre Mutter, die vermutlich hochträchtiv ausgesetzt worden war, brachte ihre Welpen im dichten Gebüsch zur Welt. Anfang Januar, als die Temperatur im zweistelligen Minusgrad lag, bemerkte ein Autofahrer die Hündin am Rand eines Feldes. Er ahnte, dass etwas nicht stimmte, und verständigte Ancsa.
Als die Tierschützer eintrafen, fanden sie Anka und ihre Geschwister eng aneinandergekuschelt, ihre kleinen Körper bebten vor Kälte und Erschöpfung. Die Mutter war nicht bei ihnen – sie hatte sich auf die Suche nach Futter gemacht, um sich und ihre Welpen irgendwie durchzubringen. Einer der Welpen, war beim Auffinden bereits verstorben. Nach längerer Zeit kehrte die Mutter zum Lager zurück und so gelang es Ancsa, die gesamte kleine Familie in Sicherheit zu bringen. Seitdem werden sie auf einer ungarischen Pflegestelle liebevoll umsorgt.
Anka hat den holprigen Start ins Leben zum Glück unbeschadet überstanden und sich in den folgenden Wochen wunderbar entwickelt. Aus dem winzigen, frierenden Welpenmädchen ist ein lebhaftes, neugieriges Hundekind geworden. Sie spielt ausgelassen mit ihren Geschwistern, ärgert Mama Fay, flitzt durch den Zwinger und freut sich über jedes Spielzeug, das sie ergattern kann.
Doch Anka lebt auf der Pflegestelle in einem Zwinger – und dort kann sie vieles nicht kennenlernen, was für junge Hunde so wichtig ist, zum Beispiel das Leben in einem Haus.
In ihrem zukünftigen Zuhause wird vieles neu sein, manches vielleicht auch ein bisschen unheimlich. Anka kennt nur wenige Menschen und kaum Umweltreize. Deshalb suchen wir einfühlsame, hundeerfahrene Menschen, die ihr mit Geduld und liebevoller Führung zeigen, wie schön das Leben sein kann. Für Anka sind Ruhe, Verlässlichkeit und klare Orientierung besonders wichtig, damit sie Vertrauen fassen und sich sicher fühlen kann.
Ideal wäre ein Zuhause in einer eher ruhigen Wohngegend, damit sie nicht gleich mit zu vielen Eindrücken überfordert wird. Ein sicher eingezäunter Garten wäre ein großer Vorteil – dort könnte Anka sich anfangs lösen und laufen, wenn draußen alles noch zu aufregend ist. Ein souveräner Ersthund könnte ihr den Start zusätzlich erleichtern.
Bisher kennt Anka nur ihre Geschwister und ihre Mutter. Doch junge Hunde lassen sich mit Geduld und der richtigen Anleitung gut an andere Hunde, verständnisvolle Kinder und auch Katzen gewöhnen.



