Janosh und seine Hundefreundin Bea wurden vom Hundefänger am Rand einer Siedlung eingefangen. Die beiden waren dort regelmäßig unterwegs, liefen häufig auf der Straße rum und jagten aus Langeweile Radfahrern hinterher. Anwohner beschwerten sich, und so wurden sie schließlich gesichert. Die Besitzer meldeten sich zwar in der Tötungsstation, konnten oder wollten jedoch die anfallende Gebühr nicht bezahlen. So musste Janosh wochenlang in einem winzigen Zwinger ausharren – bis Ancsa ihn schließlich übernahm.
Im Tierheim zeigte sich Janosh anfangs sehr unsicher. Sobald sich jemand näherte, zog er sich sofort in seine Hütte zurück und beobachtete alles aus sicherer Distanz. Wie gut, dass Bea an seiner Seite war, ein Stück Vertrautheit. Mit der Zeit hat Janosh sich an die Abläufe gewöhnt und zu seiner Bezugsperson Vertrauen aufgebaut. Heute freut er sich sichtbar, wenn er sie sieht und genießt Liebkosungen.
Bei unserem Besuch im April durften wir Janosh persönlich kennenlernen. Fremden gegenüber blieb er schüchtern und zurückhaltend, suchte lieber den Kontakt zu den vertfauten Personen. Leckerchen nahm er sehr vorsichtig von uns an, Berührungen wich er aber aus. Sein Verhalten lässt vermuten, dass er in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht hat – Bedrohung, Verjagen oder das Einfangen durch den Hundefänger haben ihn vermutlich stark traumatisiert. Trotz seiner Angst zeigte Janosh keinerlei Aggression gegenüber uns Fremden. Selbst beim tierärztlichen Check-up verhielt er sich ruhig und kooperativ.
Janosh braucht Menschen, die ihm Zeit geben, sich zu öffnen, und die ihm mit Geduld, Ruhe und klarer Führung Sicherheit vermitteln. In einem stabilen Umfeld und mit einfühlsamer Begleitung wird Janosh Vertrauen fassen und sich weiterentwickeln.
Das neue Zuhause sollte nicht zu aktiv sein und in einer eher ruhige Umgebung liegen. Ein sicher eingezäunter Garten in dem Janosh sich in der ersten Zeit auch lösen darf, wird ihm die Eingewöhnung sicher erleichterm








