Lindas Mutter wurde vermutlich trächtig ausgesetzt. Anfang Januar, als die Temperaturen tief in den zweistelligen Minusbereich fielen, bemerkte ein Autofahrer eine Hündin mit stark ausgebildeten Gesäuge am Rand eines Feldes. Er ahnte, dass etwas nicht stimmte, und alarmierte Ancsa.
Die Tierschützer fanden sie Linda und ihre Geschwister eng aneinander gekauert unter einem Gebüsch. Die Kleinen zitterten und winselten vor Kälte. Die Mutterhündin war nicht bei ihnen – sie war auf Futtersuche. Ein Welpe war bereits verstorben und auch Linda und ihre Geschwister hätten die kommenden kalten Tage nicht überlebt. Die Mutterhündin kehrte zum Glück zum Lager zurück und so gelang es Ancsa, die gesamte Familie in Sicherheit zu bringen. Seitdem werden sie auf einer ungarischen Pflegestelle liebevoll umsorgt.
Linda hat sich in den letzten Wochen sehr gut entwickelt. Aus dem winzigen, frierenden Welpenmädchen ist ein lebhaftes, neugieriges Hundekind geworden. Sie spielt ausgelassen mit ihren Geschwistern, flitzt durch den Zwinger und freut sich über jedes Spielzeug, das sie ergattern kann.
Linda lebt auf der Pflegestelle in einem Zwinger – und dort kann sie vieles nicht kennenlernen, was für junge Hunde so wichtig ist, zum Beispiel das Leben in einem Haus.
In ihrem zukünftigen Zuhause wird vieles neu sein, manches vielleicht auch ein bisschen unheimlich. Linda kennt nur wenige Menschen und kaum Umweltreize. Deshalb suchen wir einfühlsame, hundeerfahrene Menschen, die ihr mit Geduld und liebevoller Führung zeigen, wie schön das Leben sein kann. Für Linda sind Ruhe, Verlässlichkeit und klare Orientierung besonders wichtig, damit sie Vertrauen fassen und sich sicher fühlen kann.
Ideal wäre ein Zuhause in einer eher ruhigen Wohngegend, damit sie nicht gleich mit zu vielen Eindrücken überfordert wird. Ein sicher eingezäunter Garten wäre ein großer Vorteil – dort könnte Linda sich anfangs lösen, wenn draußen alles noch zu aufregend ist. Ein souveräner Ersthund könnte ihr den Start zusätzlich erleichtern.
Bisher kennt Linda nur ihre Geschwister und ihre Mutter. Doch junge Hunde lassen sich mit Geduld und der richtigen Anleitung gut an andere Hunde, verständnisvolle Kinder und auch Katzen gewöhnen.





