Luca wurde von Tierschützern am Rande einer Schnellstraße gesichert. Dort harrte er neben seinem verunglückten Bruder aus, für den leider jede Hilfe zu spät kam. Es ist anzunehmen, dass die beiden Junghunde an der viel befahrenen Straße ausgesetzt wurden.
In den ersten Tagen im Tierheim zeigte sich Luca sehr unsicher und traumatisiert. Er merkte jedoch recht schnell, dass die Menschen dort es gut mit ihm meinen und fasste Vertrauen. Bei unserem Besuch Anfang November verhielt Luca sich uns gegenüber zunächst schüchtern und zurückhaltend. Dies änderte sich aber rasch, denn Nelly, die mit ihm zusammen im Freilauf war, begrüßte uns überschwänglich. Schließlich siegte bei Luca die Neugier. Er kam vorsichtig heran, nahm Leckerchen und genoss die Zuwendung. Luca drückte sich an uns, legte sich auf den Rücken und versuchte sogar, auf den Schoß zu klettern.
Luca ist ein sensibler Junghund der etwas Zeit braucht, um Vertrauen zu fassen. Bei manchen Bewegungen reagiert Luca unterwürfig und schreckhaft, was darauf hindeutet, dass er nicht nur positive Erfahrungen gemacht hat.
Wir wissen nicht, was Luca in seinem bisherigen Leben erlebt und kennengelernt hat. Anfangs wird alles neu und manches unheimlichlich sein, dann ist es wichtig, dass Luca Mennschen an seiner Seite hat, die ihm die nötige Sicherheit geben können. Luca sollte behutsam und wohldosiert an neue Reize herangeführt werden, um ihn nicht zu überfordern.
Wir wünschen uns für Luca ein liebevolles, dauerhaftes Zuhause in einer ruhiger Wohnlage. Ein Garten, in dem Luca sich in der ersten Zeit auch lösen darf, wenn es draußen noch zu gruselig ist, wäre schön. Ein Hundefreund an dem er sich orientieren kann, würde Luca die Eingewöhnung bestimmt erleichtern.







