Kleines Tier, große Gefahr: Was der Eichenprozessionsspinner mit euren Haustieren machen kann

Im Frühjahr lauert in vielen deutschen Wäldern und Parks eine unsichtbare Gefahr, die Hunde und Katzen ernsthaft krank machen kann.

Jedes Jahr zwischen Mai und Juli verwandeln sich Eichenwälder und Parks in ein Risikogebiet für Haustiere. Der Auslöser: der Eichenprozessionsspinner, eine Schmetterlingsraupe, deren kaum sichtbare Haare für Hunde und Katzen zur ernsthaften Bedrohung werden können.

Das Problem steckt in den mikroskopisch kleinen Brennhaaren der Raupen. Diese sind mit winzigen Widerhaken ausgestattet und enthalten Thaumetopoein, ein Protein, das beim Kontakt mit Haut oder Schleimhäuten starke Reizreaktionen auslöst. Schon das neugierige Beschnüffeln eines Nestes kann ausreichen, damit euer Tier erste Symptome zeigt.

Typische Anzeichen nach einem Kontakt sind:

  • anhaltender Juckreiz
  • Hautausschläge
  • Fieber und Erbrechen

In schweren Fällen kann es zu:

  • Augenreizungen
  • Atemnot
  • im schlimmsten Fall anaphylaktischen Schock


So schützt ihr eure Vierbeiner in der Hochsaison:

Lernt, wie Raupen und Nester des Eichenprozessionsspinners aussehen, damit ihr sie rechtzeitig erkennt. Meidet in der Zeit von Mai bis Juli gezielt Bereiche mit dichtem Eichenbewuchs. Führt euren Hund in betroffenen Gebieten an kurzer Leine und achtet darauf, dass er keine Nester oder Raupengespinste berührt oder beschnüffelt. Beobachtet euer Tier nach jedem Ausflug in die Natur aufmerksam, und zögert bei einem Verdacht auf Kontakt nicht, direkt eine Tierarztpraxis aufzusuchen. Jede Stunde kann in solchen Fällen zählen.

Fellfreunde Kleines Tier, große Gefahr: Was der Eichenprozessionsspinner mit euren Haustieren machen kann
Symbolbild, erstellt mit KI
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