Sofie ist der lebendigste Beweis dafür, dass ein Herz, das einmal fast aufgegeben wurde, am lautesten schlagen kann.
Bevor irgendjemand ihren Namen kannte, saß Sofie in einer überfüllten Tötungsstation. Der Hundefänger hatte sie aufgegriffen, die Station war ihr letzter Halt. Was danach kam, verdankt sie einer einzigen Entscheidung: Ancsa hat sie herausgeholt.
Was man von dieser Geschichte erwarten würde – Scheu, Misstrauen, das leise Zusammenzucken bei einer ausgestreckten Hand – zeigt Sofie nicht. Sie ist das genaue Gegenteil. Wer durch die Tür des Tierheims kommt, wird von ihr begrüßt wie ein lang vermisster Freund. Sie springt, sie bettelt um Streicheleinheiten, sie dreht Runden. Als hätte das Leben ihr nicht fast alles genommen.
Mit anderen Hunden tollt sie ausgelassen im Freilauf – egal ob Rüde oder Hündin. Sie ist jung, sie ist klug, sie ist ein Hütehund-Mischling mit ganz eigener Energie. Wer ihr gibt, was sie braucht – Auslastung, Führung, Gesellschaft – bekommt eine Begleiterin, die buchstäblich mit dem ganzen Körper zurückgibt.






